Schwabinger Tor: Rundgang in einem neuen Stück Schwabing

Schwabinger Tor: So soll es in Zukunft aussehen. Quelle: Jost Hurler Gruppe.

14. August 2017

Dort, wo ehedem Metro seine Türen an der Leopoldstraße öffnete, strebt inzwischen deutlich sichtbar ein neues Stück Schwabing empor: das Schwabinger Tor. „Das wollen wir doch mal sehen!“ haben wir im Ortsverein beschlossen.

Auch wenn es hier natürlich auch ums Geld geht, ist dieses neue Quartier kein schnödes Investorenprojekt. Bei einem Rundgang hat uns der Projekt-Geschäftsführer das persönlich mit Stolz gezeigt.

Die Gebäude bleiben im Eigentum der Jost Hurler Gruppe und werden ausschließlich vermietet. Damit geht der Gedanke einher, dass auch stärker auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Das betrifft die bauliche Qualität genauso wie auch die Freiflächengestaltung.

Verschiedene Nutzungen werden gemischt. Im Erdgeschoss gewerbliche Nutzungen wie Restaurants, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten. Darüber Büros und schließlich ab dem vierten Stock Mietwohnungen. Erst durch diese Anordnung kann die Höhe von bis zu 14 Stockwerken gepaart mit einer hohen Dichte auch baurechtlich erreicht werden.

Eine geschickte Platzierung der Gebäude zueinander erzeugt einen lässigen Wechsel zwischen 50 Meter hohen und "kleineren" Blöcken, zwischen Enge und Weite - mal öffnet sich ein ruhiger Platz hin zum Grün, mal ein belebter Platz hin zur Leopoldstraße, der die Verbindung zum Parzivalplatz sucht und findet. Die einzelnen Gebäude wurden in Wettbewerben durch verschiedene Architekturbüros gestaltet. Dem Auge wird geschmeichelt: Vielfalt statt Eintönigkeit ist das Ergebnis.

Früher war das Metro-Gelände umzäunt und damit eine unüberwindliche Trennung zwischen Berliner Straße und Leopoldstraße. Das ist bald Vergangenheit: das gesamte Areal wird der Öffentlichkeit gewidmet sein. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers an der Berliner Straße können in Zukunft einfach durch das "Schwabinger Tor" hin zum Parzivalplatz gehen. Dabei können sie den wieder in Teilen frei gelegten Nymphenburger-Biederstein-Kanal queren. Für Kinder und Jugendliche gibt es zwei neue Spielplätze, die für die gesamte Nachbarschaft frei zugänglich sind. Und nicht zuletzt etwas ganz Besonderes: Die verkehrliche Erschließung findet komplett unterirdisch statt. Die Oberfläche ist damit ganz den Menschen vorbehalten.

Wie unser Bezirksausschussvorsitzender Werner Lederer-Piloty sagt: „Ein echtes Highlight, das europaweit Furore machen wird. Wohnungen erst ab dem vierten Stock, drunter Läden und Büros – das funktioniert.“

In der Gestaltung ist dieses neue Stück Stadt in München wirklich einzigartig.

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